Radweg verbindet Fuldabrück mit Lohfelden

Radweg verbindet Fuldabrück mit Lohfelden

Fuldabrück/Lohfelden - Der Radweg zwischen Fuldabrück-Bergshausen und Lohfelden-Crumbach ist nach Jahren des Wartens nun lückenlos. Zuletzt hatte im südlichen Bereich des Güterverkehrszentrums Kassel (GVZ) nur noch ein rund 200 Meter langes Teilstück entlang der Bergshäuser Straße (L 3203) zwischen der Rudolf DieselStraße bis zur neuen A 7-Tank- und Rastanlage Kassel Ost auf der anderen Seite der Autobahn gefehlt.
„Ab sofort müssen Radfahrer nicht mehr auf die gefährliche und viel befahrene Bergshäuser Straße ausweichen, um über die A 7 zu kommen“, sagt Kai Georg Bachmann, Direktor des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK). Gerade für Berufspendler, die mit dem Rad von Lohfelden zu ihrem Arbeitsplatz nach Fuldabrück wollten, sei dieser Lückenschluss wichtig. „Aber auch Schüler aus Bergshausen, die die weiterführende Söhre-Schule in Lohfelden besuchen, werden diese Strecke jetzt sicher nutzen können“, ergänzt Thomas Ackermann vom Bauamt Lohfelden.

Der Radweg zwischen Fuldabrück und Lohfelden ist nun lückenlos befahrbar. Lkw dürfen die Berghäuser Straße in Richtung Crumbach nicht mehr befahren. Stattdessen weist ein Autobahnwegweiser direkt zum Lohfeldener Rüssel.

Foto: Boris Naumann

Pläne schon lange in der Schublade

„Jedoch hatte sich dieser Lückenschluss erst im Zuge der Fertigstellung der neuen A 7 Tank- und Rastanlage Kassel Ost sowie der Stilllegung der alten Autobahnrampen ergeben“, sagt ZRK-Planer Michael Hess. Vorher sei eine Umsetzung aus baulogistischen Gründen nicht möglich gewesen.

Tatsächlich lagen die Pläne für die Realisation schon lange in der Schublade. Schon 2007 war die Brücke über der A 7 so saniert worden, dass auch ein Radweg auf ihr Platz findet. Und Lohfelden hatte schon in den Jahren 2009 und 2010 dafür gesorgt, dass der Radweg von Crumbach rauf bis zur Rast- und Tankanlage gebaut wurde.

Realisiert haben den Lückenschluss der Zweckverband Raum Kassel in Zusammenarbeit mit der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil. Von den insgesamt 350 000 Euro Baukosten hat das Land 190 000 Euro übernommen. Der Bau einer neuen Zufahrt für die beiden Gazeley-Logistikhallen Unit 6 und Unit 7 wurde dabei gleich mit in Angriff genommen.

Großer Vorteil des Bauvorhabens: „Neben dem Radwege-Lückenschluss haben wir nun an der Kreuzung Bergshäuser Straße, Rudolf Diesel-Straße und der Zufahrt zu den Gazeley-Hallen eine ganz klare und sichere Verkehrsführung“, sagt Hess. Auch die Beschilderung kennzeichne nun deutlich, dass Lkw-Fahrer aus Richtung Fuldabrück kommend nicht mehr die Bergshäuser Straße weiter nach Crumbach nutzen dürfen. „Stattdessen weist die Beschilderung für Lkw nun direkt auf die A 7 - über die Rudolf Diesel-Straße bis hinunter zum Lohfeldener Rüssel“, sagt Hess.
 

Gleich mit gebaut: Die neue Zufahrt zu den Gazeley-Logistikhalle Unit 6 und Unit 7.

Foto: Boris Naumann

Und noch einen Vorzug hat der Radwege-Lückenschluss: Denn mit der jetzt vorhandenen Rad-Direktverbindung von Bergshausen nach Crumbach wird auch der Bau eines Radweges von Lohfelden nach Kaufungen immer realistischer. „Damit wäre wiederum eine direkte Verbindung zwischen dem Fulda-Radweg (R 1) bei Bergshausen mit dem Herkules-Wartburg-Radweg in Kaufungen hergestellt“, sagt Ackermann. Die Trassenführung für dieses Projekt stehe schon fest, ein Förderantrag sei bereits gestellt. Der Herkules-Wartburg-Radweg führt von Kassel über Kaufungen, Hessisch Lichtenau, Waldkappel, Ringgau, Creuzburg und Eisenach bis zur Wartburg.

Lückenschluss

Information

Letzte Flächen im GVZ Kassel sind verkauft

Die letzten beiden noch verfügbaren Grundstücke im Güterverkehrszentrum Kassel (GVZ) sind verkauft. Eine Fläche ging an eine Kassler Spedition, die dort derzeit ein Bauvorhaben realisiert. Die andere Fläche wurde an einen überregionalen Event-Ausstatter veräußert, der den Bau einer Logistik-Halle plant.

Das GVZ Kassel hat eine Größe von rund 85 Hektar und befindet sich auf den drei Gemarkungen Fuldabrück, Lohfelden und Kassel. Inzwischen haben dort weit über 1000 Menschen ihren Arbeitsplatz gefunden. Das GVZ war Anfang der 1990er-Jahre als interkommunales Gewerbegebiet vom Zweckverband Raum Kassel (ZRK) aus der Taufe gehoben worden. Heute wird das GVZ anteilig von Kassel, Lohfelden und Fuldabrück (je 25 Prozent) sowie dem Landkreis und den restlichen ZRK-Kommunen (außer Calden) gehalten. Durch die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen sowie Grund- und Gewerbesteuer konnten in diesem Jahr erstmals 800 000 Euro anteilig an die jeweiligen ZRK-Verbandskommunen ausgezahlt werden.

bon