Erweiterung kommt voran

Verkehrsgutachten für Gewerbegebiet Sandershäuser Berg II

Niestetal - Noch tut sich wenig am Sandershäuser Berg II, der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes in Niestetal. Bis hier die ersten Firmen bauen dürfen, wird es auch noch etwas dauern. „Wir rechnen damit, dass der Bebauungsplan im zweiten Quartal des kommenden Jahres steht“, sagt Bürgermeister Marcel Brückmann. Gesetzt den Fall es laufe alles nach Plan und es gibt keine Komplikationen - wie zum Beispiel den Fund einer seltenen Tierart.

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„Wir hätten auch gedacht, dass es schneller geht“, so Brückmann. Aber man sei ja auch nicht langsam und sicher sei es sinnvoll, mit Bedacht vorzugehen. Bereits im Spätsommer 2019 hatten die Niestetaler Gemeindevertreter einen Grundsatzbeschluss zur Erschließung des Gewerbegebietes gefasst. In ihrer Juli-Sitzung sollen sie jetzt über den Aufstellungsplan entscheiden, erklärt Brückmann. Damit würde dann auch eine Pflicht zur Entwicklung der Fläche in einer bestimmten Zeit entstehen.

Schon zuvor, am 25. Juni, ist ein Treffen mit Vertretern öffentlicher Belange geplant. Dazu zählt zum Beispiel das Regierungspräsidium aber auch verschiedene Behörden des Landkreises, Hessen Mobil und Vertreter des Nabu. „Dabei geht es um ganz unterschiedliche Belange, bei denen wir uns abstimmen wollen“, erklärt Brückmann. Etwa im Bereich Naturschutz, Grundwasserschutz und Bodenqualität für Bebauung. Auch der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) wird vor Ort sein.

Hier soll das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg II in Niestetal entstehen: Die geplante Erweiterung als interkommunales Gewerbegebiet um 22 Hektar würde sich rechts an das SMA-Servicecenter sowie an die große SMA-Freifläche anschließen. ARCHIVOTO: RUTH BROSCHE
Hier soll das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg II in Niestetal entstehen: Die geplante Erweiterung als interkommunales Gewerbegebiet um 22 Hektar würde sich rechts an das SMA-Servicecenter sowie an die große SMA-Freifläche anschließen.

ARCHIVOTO: RUTH BROSCHE

Denn das Gewerbegebiet soll interkommunal entwickelt werden. Alle Mitglieder des ZRK können sich beteiligen. „In diesem Prozess sehen wir uns als Moderator“, sagt Verbandsdirektor Kai Georg Bachmann. Eine erste Interessenbefragung gab es bei den Kommunen bereits, jetzt soll noch einmal nachgehakt werden, „Und dann müssten natürlich auch Zahlen auf den Tisch“, sagt Bachmann. Die Kriterien und Modalitäten der Beteiligung würden momentan erarbeitet.

Die Änderung des Flächennutzungsplans läuft bereits. Momentan wird laut Bachmann ein Verkehrsgutachten erstellt, um die Frage zu klären, wie leistungsfähig die vorhandene Infrastruktur ist. Das Gutachten hat somit auch Einfluss auf die Größe des Gewerbegebietes. Aus geplanten 22 Hektar könnten also noch mehr oder weniger werden. Auch soll das Gutachten Aufschluss darüber geben, ab welcher Größe ein Autobahnanschluss nötig wäre.

Noch immer hat die Firma Winkler großes Interesse, sich in dem Gewerbegebiet auf 10 bis 15 Hektar anzusiedeln. „Wir wollen noch in diesem Sommer eine Absichtserklärung unterzeichnen“, sagt Marcel Brückmann. 10 bis 15 Hektar würde die Firma dann in Anspruch nehmen. „Für die verbleibende Fläche haben wir aber noch weitere Interessenten und konkrete Anfragen“, sagt Brückmann.

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